Ich bin heute Life-Coach für Superwomen. Wie es dazu kam und welche Erfahrungen ich gemacht habe, bis ich hier angekommen war, findest du hier.

Als ich 28 Jahre alt war, hatte ich das Gefühl, die Probleme anderer Menschen fast magnetisch anzuziehen.
Wir lebten auf dem Land in einem Dorf, mit einem kleinen feinen Geschäft und eigentlich verkauften wir schöne Inneneinrichtungen, keine psychologischen Ratschläge.
Verkaufen hat aber viel mit Menschen zu tun. Die Gespräche drehten sich um die persönlichen Bereiche unserer Kunden und ich hatte ein offenes Ohr für jeden und schon immer eine sehr positive Lebenseinstellung. Schon bald kamen die Menschen mit allen nur erdenklichen Themen zu mir. Ich wollte helfen, merkte aber auch, dass es nötig war, mich selbst zu schützen, denn es wurde so intensiv, dass es meine Gedanken und meine eigene Gefühlswelt stark beanspruchte.

Zuhören ist erstmal wichtig aber wie kann ich mehr tun?

Viele Ehen hatten Themen, viele junge Mütter versuchten sich mit der neuen Lebensrolle zurechtzufinden, viele Menschen, die ihrer Leidenschaft gefolgt waren und sich in einer wunderschönen Weingegend ein neues Zuhause aufbauten. Alte, junge, verliebte und entliebte, überarbeitete und gestresste, Menschen mit Träumen und mit Trauer, alle kamen, um sich beraten zu lassen, wie sie ihre Räume einrichten sollten und viele haben Freud und Leid mit mir geteilt. Was für ein Geschenk. Ich liebe Geschichten. Aber wie kann ich unterstützen? Warum erzählen sie mir so viel?

Verstanden zu werden, erleichtert das Leben

Dann kam eine Zeit, da wurde mir alles zu viel. Mein eigenes Leben wurde komplizierter. Ich hatte Teenager zu Hause und wir arbeiten lange und viel. Zu Hause hatte ich das Gefühl chinesisch zu sprechen, denn keiner in dieser Familie hat mich verstanden. Ich verlor die Geduld mit mir und anderen und Fehler schlichen sich ein. Die intensive gemeinsame Arbeit war auch nicht beziehungsfreundlich und immer noch kamen meine Kunden mit ihren Problemen zu mir ins Möbelgeschäft. Ich hatte das erste Mal in meinem Leben das Gefühl, dass meine Energiereserven aufgebraucht waren und ich wusste, ich muss schnell was ändern. Nach 3 missglückten Anläufen bei verschiedenen Psychotherapeuten, beschloss ich das Ganze anders anzugehen, denn hier war ich falsch. Ich buchte meine ersten Kurse, um mich als Coach ausbilden zu lassen und bekam zum ersten Mal Antworten. Der Tipp selbst Coach zu werden kam übrigens von einem der 3 Therapeuten und ich werde ihm ewig dankbar sein.

Es dauerte allerdings noch eine Weile, bis ich gelernt hatte, dass Teenager einfach anders ticken, mein Leben sehr viel Energie von mir verlangt und eine gute Kommunikation zwar wichtig ist, aber nicht alle Missverständnisse und Themen beseitigen kann.

Verstehen hat nicht nur was mit den Ohren zu tun

Die richtigen Worte, die Art sich auszudrücken, klare Ansagen, keine Nicht-Sätze, nicht zu langsam, nicht zu schnell, nicht zu laut, nicht zu leise sprechen, das ist alles wichtig, um verstanden zu werden. Was aber noch viel wichtiger ist, hat mit Worten oft nichts zu tun.
Wie Menschen ticken, kann so viele Hintergründe haben. Wir sprechen eine andere Körpersprache, die Sprachen der Liebe sind unterschiedlich, Werte und Mindfucks sind andere, die Glaubenssätze, die Kultur, Regeln, Routinen. Wir vergleichen und vereinfachen vieles und das, was wir kennen und gewohnt sind, hat Einfluss auf das, wie wir verstehen und verstanden werden.

Es gab also eine ganze Menge mehr zu lernen, als die richtigen Worte zu benutzen. Jetzt ging es erst richtig los.

Empathie hat nichts mit Mitleid zu tun

Natürlich hatten viele Menschen wirklich große Themen im Leben. Und durch meine ersten Coaching-Erfahrungen hatte ich auch Erfolge. Aber schon bald wurde mir der Unterschied zwischen empathischer Lösungsfindung und ungefragter Hilfe schmerzhaft bewusst. Eine meiner liebsten Freundinnen wollte raus aus dem Drama. Verdrängen, weglaufen, vergessen. Ich war mir sicher, sie sollte es verarbeiten und darüber reden. Wie arrogant und dumm von mir. Sie wollte eine Freundin, ich wollte ihr Problem lösen, und habe dadurch einen wertvollen Menschen in meinem Leben verloren. (Das ist fast 20 Jahre her.)

Es gibt auch Menschen, die mögen die Opferrolle! Die wollen nur dar¨¨über reden, immer wieder….. anstrengend. Besser Finger weglassen.

Mitleiden und das Problem der anderen zum eigenen zu machen, ist weitverbreitet. Helfen lenkt von den eigenen Themen ab, aber Mitleiden hilft weder den Leidenden noch dem Helfer, das Problem wird oft noch massiver. Einfühlungsvermögen, also empathisch sein und nur helfen, wenn danach gefragt wird, ist ein besserer Ansatz.

Ohne Auftrag kein Coaching

Das ist eine der wichtigsten Lektionen, die ich lernte. Viele Menschen wollen nur mal kurz Dampf ablassen. Sie sind oft in der Lage, alleine eine Lösung zu finden. Wenn jemand wirklich Hilfe braucht, fragt er oder sie danach.

Als Coach bist, kannst du Hilfe anbieten, aber niemals, ohne Auftrag loslegen. Heute verstehe ich das. Woher will ich denn wissen, was das Problem ist oder ob es überhaupt ein Thema zu lösen gibt? Woher will ich wissen, ob mich der andere als Partner für seine Themen sieht?

Heute ist Coaching mein Beruf. Ungefragtes Einmischen empfinde ich selbst als unangenehm und grenzüberschreitend. Nur durch meine Ausbildung habe ich zwar viele Möglichkeiten, aber nicht automatisch den Auftrag. Ich muss mich aber immer noch häufig zurücknehmen und einfach mal zuhören.

Don’t coach friends and family

Eine andere und sehr wichtig Regel: Freunde und Familie sind tabu. Sie brauchen einen Coach? Dann finde jemanden, der weniger involviert ist als du.
Eine Ausbildung verändert und was du auch lernst, die Familie lernt mit.
Kinder lernen durch Vorbilder, Partner verstehen, was eventuell besser funktioniert und lernen im Austausch oder aus dem, was anders ist.
Also ob du jetzt eine Ausbildung zur Köchin machst oder ob du Coach wirst, die Familie profitiert.

Eine meiner Töchter hat mich interessiert begleitet, hinterfragt und übernommen, was passte. Sie fand es spannend, neue Dinge auszuprobieren. Sie hat auch noch andere Freunde mit psychologischen Ausbildungen und sie ist heute ein richtig guter Coach, wenn sie gefragt wird. Allerdings ist ihr Lebensziel ein anderes.

Nicht jeder Coachee passt zu mir

Es gibt Menschen, mit denen ich nicht als Coach arbeiten kann. Das ist wie im wirklichen Leben: Es passt, oder es passt nicht.
Dann gibt es aber auch noch eine unglaubliche Vielzahl an Themen. Beim Coaching ist es wie in anderen Bereichen des Lebens: Beabsichtigst du abzunehmen, brauchst du einen Abnehm-Coach oder einen Gesundheitscoach, evtl. auch einen Personal Trainer, je nachdem wie und warum du abnehmen willst. Bei Ohrenschmerzen gehst du zum HNO. Wenn dein Rad kaputt ist, gehst du nicht in die Autowerkstatt, obwohl es um Fortbewegung geht und wenn du kein Fleisch magst, ist der Metzger nicht unbedingt das richtige Geschäft für dich zum Einkaufen.

Welche Spezialisierung ist richtig für mich und warum?

1. Spezialisierung in der Ausbildung
Ich bin lizenzierter NLP-Coach und lizenzierter NLP-Hypnose Coach und ich bin ausgebildeter Mediator. Ergänzend dazu habe ich noch einen Yoga Master. Dazu kommen noch einige andere Ausbildungen, aber hier geht es um meine Spezialisierung und die eben genannten bieten mir alle Möglichkeiten so zu arbeiten, wie ich es jetzt mache.

NLP ist für mich der logischste und klarste Weg, um mein Denken zu verstehen. Mehr über NLP, bald in einem anderen Blog. Mediation ist in der Ausbildung ein intensives Training für genaues Zuhören und Verstehen, was die Menschen eigentlich sagen wollen und ergänzt NLP hervorragend. Yoga bietet Meditation und Atem- und Entspannungstechniken.

2. Spezialisierung auf die Themen/Lebensfragen
Für welche Themen und Probleme will ich als Coach zuständig sein? Es gibt eine ganze Menge unterschiedlichster Stolpersteine und Mindfucks., also wofür kann ich der Spezialist sein?

Wir lernen aus unseren Erfahrungen, aus den Erfahrungen anderer und wir können viele Dinge miteinander vergleichen und vieles daraus lernen. Lösungswege sind individuell und jedes Problem ist individuell.
Am besten kennen sich in meiner Welt die Menschen mit folgenden Bereichen aus:
1. Sie sind durch schwierige Zeiten gegangen und haben diese überlebt und so überstanden, dass sie daraus gelernt haben und jetzt können sie anderen helfen, damit diese nicht die gleichen Fehler machen oder es leichter haben.
2. Sie können etwas schon immer ausgezeichnet, sind damit erfolgreich und bringen anderen bei, wie es geht.

Das hätte ich früher gerne anders gemacht

Wenn ich heute denke, ich hätte mit 30 jemanden an meiner Seite gehabt, der mich gefragt hätte: „Wie stellst du dir denn deine eigene Zukunft in 20 Jahren vor? Wer willst du dann sein?“ Dann hätte ich vielleicht nicht auf Gehalt und damit auf Rente verzichtet. Ich hätte mir mehr Zeit für meine kleinen Kinder genommen und weniger gearbeitet (die Zeit geht so schnell vorbei). Mir wäre vielleicht klar geworden, was mein Wert „Freiheit“, für mich einmal bedeuten kann, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Ich hätte mich vielleicht mehr wahrgenommen und mir meine Schwächen eingestanden. Ich glaube für mich als Person hätte ich mit mir als Coach, so wie ich heute arbeite, bessere Entscheidungen getroffen.
Ich habe auch einfach nicht darüber nachgedacht, das Leben war voll, wir waren mit allem im Aufbau, haben viel gearbeitet, so war es eben. Wofür? Ironischerweise für die Familie.
Bei meinen Freundinnen war es nicht viel anders. Wir waren alle hart arbeitende Mütter und haben nebenbei Teilzeit gearbeitet oder wie ich Vollzeit, also Tag und Nacht das Familienunternehmen aufgebaut.
Mit 42 habe ich meinen Traumjob in einem internationalen Unternehmen bekommen und mit meiner beruflichen Karriere richtig losgelegt. Mein Fehler damals war, dass ich meine Erwartungen nicht mit meinem Mann besprochen habe. Das war für unsere Familie nicht sehr hilfreich. Ich wollte, aufregend, sexy, immer fröhlich, erfolgreich, hilfsbereit, gut organisiert und eine „Super-Mutter“ sein. Ich war Superwoman, kurz vor dem Burn-out.

Ich mache heute vieles anders. Ich kenne meine Prioritäten, meine Lebensvision und mein Leitbild und ich lebe danach. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, nur meine Erfahrungen mit meiner Coaching-Ausbildung kombinieren und anderen bessere Optionen zeigen.

Das konnte ich schon immer und es hat mich weitergebracht

Ich habe eine sehr positive Lebenseinstellung von klein an. „Andersrum Denken“ nenne ich heute das, was ich immer getan habe: Ich suche das, was ich aus Situationen lernen kann und sehe das, was positiv ist oder was sich daraus entwickeln kann.
Ich weiß, dass ich, wenn ich mich fokussiere, viel erreichen kann. Ziele sind bei mir immer schon sehr klare Vorstellungen von mir selbst in der Zukunft. „Wer bin ich, wenn ich dieses Ziel erreicht habe?“ und die dazugehörige Vorstellung als vertonter Film in meinem Kopf – auf diese Weise habe ich schon mein ganzes Leben lang geplant.
Ich bin ein ¨Umsetzer mit einer sehr schnellen Entscheidungsfindung.
Ich nehme mir Dinge vor, wie einen ¨Umzug nach Neuseeland und dann mache ich es. Ich kaufe und verkaufe, ohne lange darüber nachzudenken. Materielle Dinge kleben nicht an mir, dadurch bin ich frei.
Meine Komfortzone ist in manchen Bereichen fast nicht vorhanden, das heißt, ich mache erst mal. Ich kann fremde Menschen kennenlernen, Neues ausprobieren, umziehen, alleine reisen und mich auch mal blamieren.
Wenn es jedoch um körperliche, sportliche Anstrengung geht, dann habe ich eine sehr fixe Komfortzone. 🙂
Grundsätzlich kann ich mich auf mich selbst verlassen und ich vertraue schon immer meiner Intuition.
Hypnose und Entspannungstechniken kenne ich, seit ich klein bin und es funktioniert. Deshalb habe ich einen klaren, wie ich finde, nicht esoterischen Zugang

Warum coache ich genau diese Zielgruppe?

Ich coache in erster Linie lauter Superwomen, kurz vor dem Burn-out.
Die meisten meiner Coachees oder Klienten sind zwischen 28 und 45 Jahre alt, weiblich, erfolgreich, voll im Leben, meistens mit einer nicht so intakten oder keiner Partnerschaft. Einige sind junge Mütter, alle sind in guten Positionen angestellt und arbeiten viel. Meistens haben sie das Gefühl am falschen Ort zu sein, selbst zu kurz zu kommen oder sie sind schon mitten in einem Burn-out, ohne es sich einzugestehen. Sie sehen nicht, wohin ihre Reise geht und haben ein ständig schlechtes Gewissen, weil es ihnen von außen betrachtet gut gehen sollte. Also machen sie weiter, steigern ihre Taktfrequenz, stellen sich selbst hinten an, rennen ihrer Zeit hinterher und haben immer das Gefühl, nicht gut genug, die einzelnen Rollen ihres Lebens abzubilden. Klar, sie sind erschöpft, ausgebrannt und energielos, aber das geben sie nicht gerne zu.

Ich coache also mein junges Ich, denn ich kann dieser tollen jungen Frau heute die Unterstützung geben, die sie braucht, um ihre Superkraft besser zu verteilen.

Mein Rat an Superwoman und alle Powerfrauen:

Nimm dich wichtig und schaut auf dich! Sortiere deine Prioritäten und sorge für dich zuerst! Du bist der Motor, der die Maschine am Laufen hält. Wer nicht auflädt, Energie tankt oder die Werkzeuge schärft, ist bald nicht mehr leistungsfähig.
Ein gutes Coaching hilft, die Flugroute zu korrigieren. Es ist okay, Unterstützung zu bekommen, den Blickwinkel neu auszurichten und den Rhythmus wiederzufinden.

Superpower reloaded!

Ich bin Eva und ich bin Life-Coach für tolle Frauen, die Unterstützung dabei brauchen, ihre Energie richtig zu verteilen oder nachzuladen.

Bist du Superwoman kurz vor einem Burn-out? Dann bist dubei mir richtig.
Ich bin nur eine E-Mail von dir entfernt.
Schreib mir, wir finden einen ersten 0,- € Termin für ca. 30 Minuten und dann entscheidest du, wie es weitergeht.


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